AGAP

Antarctica's GAmburtsev Province)

Das Projekt AGAP (Antarctica’s GAmburtsev Province) stellt wohl eines der spektakulärsten Projekte des IPY dar. Es findet in einer der bislang am wenigsten erforschten Regionen der Antarktis statt. Als multinationales Projekt mit Teilnehmern aus sechs verschiedenen Nationen ist es auch im Sinne des Grundanliegens des Polarjahres, nämlich Wissenschaft und Logistik synergetisch zu vereinen, ein Projekt, das nur im Rahmen eines „IPY“ realisierbar ist. Kern des Projektes ist eine aerogeophysikalische Befliegung (Magnetik, Gravimetrie, Eisradar) über dem höchsten Teil der antarktischen Eiskappe, unter der sich ein völlig von Eis bedecktes Hochland befindet, das als „Gamburtsev Subglacial Mountains“ bezeichnet wird. Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres 1957-58 wurde dieses Gebirge von sowjetischen Wissenschaftlern entdeckt. Da es sich in dem am wenigsten zugänglichen Bereich der Antarktis befindet – der so genannte „Pol der Unzugänglichkeit“ liegt am Rande des vermuteten Gebirges - ist es nach seiner Entdeckung kaum untersucht worden.
Die Erforschung der geologischen Struktur der Gamburtsev Mountains und der damit verbundenen Entwicklung des antarktischen Eisschildes sind herausragende Ziele für das IPY: Warum gibt es überhaupt ein solches Gebirge im Zentrum der Ostantarktis (aufgrund des Alters der ostantarktischen Kruste, z.T. älter als 3 Milliarden Jahre, würde man eher ein „flaches“ Gelände erwarten) und welche tektonischen Prozesse sind für seine Bildung verantwortlich? Hat evtl. ein „Heißer Fleck“ wie z.B unter der Hawaii-Vulkankette dazu beigetragen?

 

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