Deutsche Forschungsschiffe und Stationen

Forschungsschiffe

FS "Polarstern"

Das leistungsfähigste Polarforschungsschiff der Welt wird sich im Rahmen des Internationalen Polarjahres an vielen Expeditionen beteiligen. Die "Polarstern" wird bis zu 50 Wissenschaftler und Techniker zu ihren Zielen geleiten und mit 44 Besatzungsmitgliedern bei den Probennahmen unterstützen. Sie wird vom Alfred-Wegener Institut (AWI) betrieben und koordiniert.

FS "Maria S. Merian"

Auch das jüngste Mitglied in der deutschen Forschungsschiffflotte wird sich am Internationalen Polarjahr beteiligen. Die Ausfahrten führen die "Merian" in die nördlichen Polargebiete um Spitzbergen und die Labrador-See, im Nordwest Atlantik. Das Schiff wird vom Institut für Ostseeforschung (IOW) betrieben und von der Leitstelle Meteor koordiniert. Es bietet 22 Wissenschaftlern und 21 Besatzungsmitgliedern Platz und ist in der Lage, am Eisrand zu operieren.

Wie und wann die verschiedenen Polarforschungsschiffe im Polarjahr zum Einsatz kommen finden Sie auf der Webseite von ASCI (Arctic Ship Coordination during IPY).

Polarflugzeuge

Die Polarflugzeuge sind in erster Linie Träger von Messystemen. Daneben stehen die Maschinen für den Transport von Mensch und Material und jederzeit für SAR (Search and Rescue)-Aufgaben zur Verfügung. Sie werden sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis eingesetzt. An der Antarktisstation "Neumayer" werden hierfür Schneelandebahnen und Treibstoffdepots eingerichtet.

Arktis

Dt. Franz. Arktis Forschungsbasis (AWIPEV)

Die Forschungsstation des Alfred-Wegener Instituts (AWI) auf Spitzbergen bietet mit dem "Blauen Haus" und einem Laborgebäude beste Arbeitsbedingungen für Polarforscher aus aller Welt. Mit modernster Technik wird hier Grundlagenforschung betrieben. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ozonloch, "Arctic Haze" und der Erforschung der Auswirkungen erhöhter UVB-Strahlung auf das Ökosystem Meer.

Samoilov-Station

Die Forschungsstation Samoilov liegt an der südlichen Küste der Insel Samoilov in mitten des Lena-Deltas. Die Station wurde vom Lena-Delta-Reservat und vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) als logistische Forschungsbasis für langfristige Geländeuntersuchungen errichtet.
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ALOMAR - Station
Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn betreibt mit anderen internationalen Forschungseinrichtungen die Forschungsstation ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) auf der nordnorwegischen Insel Andøya.
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Antarktis

Neumayer Station

Die nach dem Förderer deutscher Südpolarforschung, Georg von Neumayer (1826 - 1909), benannte Station gehört zu den wenigen ganzjährig besetzten Antarktisstationen. Sie liegt ca. zehn Kilometer von der Kante des 200 Meter dicken Schelfeises entfernt im norwegischen Sektor der Antarktis. Die Wissenschaftler vor Ort befassen sich vor allem mit Themen der Atmosphären- und Klimaforschung.

Dallmann-Labor

Das Dallmann-Labor auf der König Georg Insel wird vom Alfred-Wegener Institut (AWI) in Zusammenarbeit mit der Jubany Station des argentinischen Antarktis-Instituts betrieben und verwaltet. Die Labore, Werkstätten, Aquariencontainer und Taucheinrichtungen bieten vor allem Biologen perfekte Arbeitsbedingungen. Wie die Kohnen Station kann sie nur im Sommer betrieben werden, allerdings länger, von Oktober bis März.

Kohnen-Station

Die 700 km landeinwärts von der Neumayer Station gelegene Kohnen Station dient hauptsächlich der Gewinnung von Eisbohrkernen zur Klimarekonstruktion. Im Gegensatz zur Neumayer Station ist sie nicht ganzjährig besetzt, sondern wegen der extremen Temperaturen nur von Dezember bis Mitte Februar.

Die Zukunft der deutschen Polarforschung

FS "Aurora Borealis"

Das geplante europäische Forschungsschiff mit modernster Technik und intergriertem Bohrturm. Die "Aurora Borealis" wird mit seiner modernen Rumpfarchitektur auch im Winter die Polarmeere befahren können und dabei höchsten Arbeitskomfort und Sicherheit gewährleisten.
Vortrag über die FS "Aurora Borealis" von Prof. Dr. Thiede: Aurora_Borealis_Vortrag.pdf (3.4 MB)

Neumayer Station III
Der Bau einer neuen Antarktisstation wurde notwendig, da die seit 1991 betriebene derzeitige Neumayer-Station durch den ständigen Schneefall immer tiefer im Eis verschwindet und damit das Ende ihrer Haltbarkeit erreicht. Eine innovative, vom Alfred-Wegener-Institut patentierte Bauweise mit hydraulischen Stelzen ermöglicht es, dass die neue Station dauerhaft auf dem Eis stehen kann.

Hier finden Sie aktuelle Bilder rund die Neumayer-Station III...