Texte und Bücher über Klima- und Polarforschung

Beiträge zum Internationalen Polarjahr

An dieser Stelle berichtet das Deutsche Polarjahr Komitee in den kommenden Monaten über das Internationale Polarjahr.

 

 

Das Internationale Polarjahr 2007/08

An insgesamt 678 Teilprojekten des Polarjahres haben deutsche Wissenschaftler, mehrfach auch als federführende Koordinatoren, intensiv mitgearbeitet. Für die Einbindung und Koordinierung der deutschen Aktivitäten in das Internationale
Polarjahr 2007/08 war eine Deutsche Kommission eingerichtet worden.

Zusammenstellung: Reinhard Dietrich, Karsten Gohl und Monika Huch

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Das Forschungsflugzeug POLAR 5 im IPY

Im Internationalen Polarjahr (IPY) hat das AWI ein neues Polarforschungsflugzeug, die POLAR 5, als Ersatz für die bei einer harten Landung an der britischen  Überwinterungsstation Rothera auf der Antarktischen Halbinsel am 24. Januar 2005 schwer beschädigte POLAR 4 in Dienst stellen können.

Zusammenstellung: Daniel Steinhage und Monika Huch

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Neumayer Station III - die neue Forschungsplattform in der Antarktis

Die Neumayer-Station III (70° 40,8’ S; 08° 16,2’ W) auf dem Ekström-Schelfeis in der Antarktis wurde am 20. Februar 2009 nach einer Bauzeit von sieben Monaten, verteilt über zwei antarktische Sommerperioden, in Betrieb genommen. Der Bau der Neumayer-Station III war für die deutsche Polarforschung das aufwändigste innovative Vorhaben technisch-logistischer Art, welches während des IPY realisiert werden konnte.

Zusammenstellung: Dr. Hartwig Gernandt und Monika Huch

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Permafrost und der globale Klimawandel

Permafrost bildet sich in Gebieten mit einer sehr niedrigen Jahresmitteltemperatur und ist definiert als Untergrund (Boden und/oder Festgestein einschließlich Eis oder organisches Material), der über mindestens zwei aufeinander folgende Jahre ständig unter 0 °C bleibt. Eine nicht zu unterschätzende Konsequenz durch tauenden Permafrost ist die Emission von Gasen, die aus mikrobiologischen Prozessen stammen, also vor allem Kohlendioxid und Methan.

Zusammenstellung:Julia Boike, Hans-Wolfgang Hubberten, Hugues
Lantuit, Paul Overduin, Lutz Schirrmeister, Dirk Wagner und Monika Huch.

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Studenten-Expeditionen im Internationalen Polarjahr

Eines der generellen Prinzipien des Internationalen Polarjahres 2007/08 war die Gewinnung und Ausbildung einer nächsten Generation von Polarwissenschaftlern. Die Arbeitsgruppe Polar- und Ornitho-Ökologie des Instituts für Ökologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena schreibt sich dieses Anliegen seit Anfang der 1990er Jahre auf ihre Fahnen. So war es eine logische Folge, zum IPY mit  russischer Unterstützung eine größere Expedition in die russische Antarktisstation
„Bellingshausen” zu organisieren.

Zusammenstellung: Dr. Hans-Ulrich Peter und Monika Huch

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Der Arktische Ozean - Status und Zukunft

Zurzeit finden im Arktischen Ozean drastische Veränderungen statt. Das Meereis verringert sich, die oberen Wasserschichten werden wärmer und Strömungen verschieben sich. Daraus sind Auswirkungen auf den Austausch und den Transport von Stoffen und auf Ozean- und Eisorganismen zu erwarten. Für das Verständnis dieser Veränderungen ist eine umfassende Gesamtaufnahme als Ausgangspunkt für Langzeitbeobachtungen notwendig.

Zusammenstellung: Ursula Schauer und Monika Huch
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Junge Wissenschaftler im Permafrost

In den Weiten der amerikanischen, kanadischen und russischen Arktis ist der Boden bis zu einer Tiefe von ca. 600 m permanent gefroren. Wie reagiert der Permafrost auf die derzeitige Klimaentwicklung? Um diese und andere Fragen geht es im Projekt TEPO (Technological and Environmental Permafrost Observatory), einer internationalen Kooperation von Universitäten, die Geländeveranstaltungen
für Studierende in der Arktis anbietet.

Zusammenstellung: Leon von Below, Normann Rüggen, Eva-Maria Pfeiffer
und Monika Huch
Download: Junge Wissenschaftler im Permafrost


GPS-Station in Nordostgrönland mit Sonnenmodulen als Energiequelle (Foto: M. Scheinert)

Geowissenschaftliche Observatorien in den Polargebieten - Das Projekt POLENET

Der Betrieb von wissenschaftlichen Observatorien der verschiedensten
Art war schon während des ersten Internationalen Polarjahres 1882/83 eine der zentralen Aufgaben. In der Öffentlichkeit ist die Bedeutung von geowissenschaftlichen Observatorien, abgesehen vielleicht von Erdbebenwarten, wenig bekannt.


Zusammenstellung: Mirko Scheinert, Reinhard Dietrich und Monika Huch

Download: Geowissenschaftliche Observatorien in den Polargebieten  (PDF 102 KB)

Schüler vor der Antarktiskarte mit dem echten Holz- Wegweiser (Foto: Pfalzmuseum)

Kinder-Forschungswerkstatt des Pfalzmuseums für Naturkunde - POLLICHIA-Museum

Das Pfalzmuseum für Naturkunde - POLLICHIA führte 2007 in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Kinderbüro Bad Dürkheim ein Forschungswerkstattprojekt
zum Thema „Polarforschung im Hochsommer” durch.  Das umfangreiche Projekt gliederte sich in mehrere Abschnitte und führte am Ende zu einer von den Kindern gestalteten Sonderausstellung im Pfalzmuseum.


Zusammenstellung: Birte Schönborn, Ute Wolf und Monika Huch

Download: Kinder-Forschungswerkstatt  (PDF 181 KB)

Topographie unter dem Eis der Antarktis (nach Lythe and Vaughn 2001)

Das Projekt AGAP (Antarctica's GAmburtsev Province)

Die Erforschung der geologischen Struktur der Gamburtsev Mountains und der damit verbundenen Entwicklung des antarktischen Eisschildes ist eines der herausragenden Ziele im Internationalen Polarjahr.


Zusammenstellung: Detlef Damaske und Monika Huch

Download: Das Projekt AGAP (PDF 188 KB)

Seestern (Foto: J. Gutt & W. Dimmler)

"Volkszählung des marinen Lebens"

Das Projekt "Census of Antarctic Marine Life" oder auf Deutsch "Volkszählung des marinen Lebens" ist der größte biologische Beitrag zum Internationalen Polarjahr 2007/2008. Mittlerweile hat es in diesem Rahmen bis zur Halbzeit des IPY ca. 20 Expeditionen gegeben. Neben ambitionierten kleinen Aktivitäten mit wenigen Wissenschaftlern waren dies auch logistisch aufwändige Expeditionen, z. B. mit 52 Wissenschaftlern an Bord der "Polarstern".

 
Zusammenstellung: Julian Gutt und Monika Huch

Download: "Volkszählung des marinen Lebens" (PDF 198 KB)

Foto: Kirill Istomin

Die indigenen Völker im Hohen Norden Russlands

Im Themenkatalog des Internationalen Polarjahres 2007/08 ist - anders als in den vorangegangenen Polarjahren - die sozial- und geisteswissenschaftliche
Komponente fest verankert. Von deutscher Seite widmet sich das Forschungsprojekt NOMAD den Interaktionen zwischen Mensch und Rentier.

 
Zusammenstellung: Joachim Otto Habeck und Monika Huch

Download: Die indigenen Völker im Hohen Norden Russlands (PDF 309 KB)

Pressekonferenz (Foto: AWI)

Wissenschaftskommunikation im Polarjahr

Das Internationale Polarjahr, in dem Tausende von Wissenschaftlern aus mehr als 60 Nationen die Polarregionen untersuchen, ist eine einmalige Gelegenheit, weltweit das Interesse und die Aufmerksamkeit auf die Polarforschung zu lenken. Um die breite Öffentlichkeit sowie Politik, Wirtschaft, Schulen und Universitäten zu erreichen, sind neue Wege und Werkzeuge zur Vermittlung von Wissenschaft gefordert.

 
Zusammenstellung: Margarete Pauls, Susanne Diederich und Monika Huch

Download: Wissenschaftskommunikation (PDF 309 KB)

Skizze der geplanten Plattform AURORA BOREALIS zur Erforschung der polaren Ozeane (Quelle: SCHIFFKO Quitte & Pruin, Architekten)

Das Projekt AURORA BOREALIS

Wegen der Eisbedeckung des Arktischen Ozeans kann Forschung in dieser Region nur von technisch hoch entwickelten und speziell für die Eisfahrt ausgelegten Forschungsschiffen aus durchgeführt werden. Es gibt bisher nur wenige moderne Forschungsschiffe, die in der Lage sind, in den eisbedeckten zentralen Arktischen Ozean vorzudringen. Vor allem fehlt ein Forschungseisbrecher auf dem neuesten Stand der Technik, um den Bedarf der europäischen Polarforschung zu erfüllen. Die geplante Forschungsplattform AURORA BOREALIS würde hier eine große Lücke schließen.

 
Zusammenstellung: Prof. Dr. Jörn Thiede und Monika Huch

Download: Das Projekt AURORA BOREALIS (PDF 121KB)

Konstellation der Kontinente und Ozeane vor 20 Millionen Jahren (aus: Lawver et al. 2002)

Globale Klimasteuerung druch regionale Tektonik - Das Projekt PLATES & GATES

Das Internationale Polarjahr-Projekt "Plate Tectonis and Polar Gateways in Earth History" hat zum Ziel, im Zusammenhang mit paläobiologischen und geochemischen Proxy-Analysen die ozenaographischen Verhältnisse in den Gateways und Ozeanbecken in unterschiedlichen Zeiträumen zu rekonstruieren.

 
Zusammenstellung: Dr. Karsten Gohl und Monika Huch

Download: Globale Klimasteuerung druch regionale Tektonik - Das Projekt PLATES & GATES (PDF 95 KB)

Logo des DAMOCLES Projektes

Langfristige Klimabeobachtungen in der Arktis - DAMOCLES

Seit Dezember 2005 sind 44 Institutionen aus 10 europäischen Ländern im Projekt DAMOCLES engagiert. In diesem Programm finden umfangreiche Untersuchungen der Atmosphäre, des Meereises und des Ozeans statt, bei denen Satelliten, Messungen vor Ort, sowie Computermodelle zum Einsatz kommen. Ziel ist die Verbesserung von Evaluierung und Vorhersage von Risiken und deren Folgen im Zusammenhang mit dem Rückzug des arktischen Meereises.

 
Zusammenstellung: Dr. Eberhard Fahrbach und Monika Huch

Download: Langfristige Klimabeobachtungen in der Arktis - DAMOCLES (PDF 142 KB)

Der ANDRILL-Bohrturm auf dem Eis im McMurdo-Sund (Foto: F. Niessen)

Klimabohrung in der Antarktis - ANDRILL

Für die Rekonstruktion des Klimas der letzten 20 Millionen Jahre wird im Projekt ANDRILL in Sedimenten des McMurdo-Sunds in der Antarktis gebohrt. Wissenschaftler aus USA, Neuseeland, Italien und Deutschland interessiert dabei vor allem die Ausdehnung des Schelfeises in den jeweiligen Kalt- und Warmzeiten der Erdgeschichte.

 
Zusammenstellung: Dr. Frank Niessen, Dr. Gerhard Kuhn und Monika Huch

Download: Klimabohrung in der Antarktis - ANDRILL (91 KB)

Schüler erkunden klimatisch-physikalische Zusammenhänge (Foto: R. Lehmann)

Coole Klassen - Schulprojekte im Internationalen Polarjahr

Im Projekt "Coole Klassen" werden Schulen an wissenschaftliche Forschungsprogramme herangeführt. Das Projekt ist fächerübergreifend angelegt, um die Schüler mit aktuellen und für unsere Gesellschaft wesentlichen Forschungsfragen und -ergebnissen vertraut zu machen.

 

Zusammenstellung: Dr. Rainer Lehmann und Monika Huch

Download: Coole Klassen - Schulprojekte im Internationalen Polarjahr (PDF 98 KB)

Schematische Darstellung der Funktionsweise der „bipolaren

Die „Bipolare Klimamaschine” (BIPOMAC)

Ziel des IPY-Projektes BIPOMAC (Bipolar Climate Machinery) ist es, während des Internationalen Polarjahres und darüber hinaus die Kenntnisse über klimasteuernde polare Prozesse, ihre bipolaren Wechselwirkungen sowie Auswirkungen auf den Umfang und die zeitliche Entwicklung polarer und globaler Klimaänderungen wesentlich zu verbessern.

 

Zusammenstellung: Dr. Rainer Gersonde und Monika Huch

Download: Die „Bipolare Klimamaschine” (PDF 44KB)

Sommermittel des Bodenluftfrucks (hPa) in der Arktis

Wetter und Klima in Polarregionen

Arktis und Antarktis stellen die Kältesenken der atmosphärischen Zirkulation dar und beeinflussen die globale Zirkulation durch den meridionalen Energiegradienten zwischen den Polen und den Tropen. Atmosphärische Beobachtungsdaten für die Polarregionen in der Arktis und Antarktis sind nur spärlich vorhanden, da nur wenige Beobachtungsstationen existieren, die mit langfristigen Daten dienen können.

 

Zusammenstellung: Prof. Dr. Klaus Dethloff und Monika Huch

Download: Wetter und Klima in Polarregionen (PDF 1,1MB)

Das Forschungsschiff Polarstern beprobt die Tiefsee des Südozeans

Evolution und Biodiversität

Die Polargebiete im Norden und im Süden der Erde beherbergen hoch angepasste Faunen und Floren, die sich auf charakteristische Weise ähneln, aber auch wesentliche Unterschiede aufweisen. Einige Studien haben gezeigt, dass der marine Artenreichtum in der Antarktis viel höher ist als in der Arktis, was vermutlich an dem Alter dieser Lebensräume und der stärkeren Isolation des Südkontinents liegt.

 

Zusammenstellung: Monika Huch nach Informationen von Dr. Angelika Brandt

Download: Evolution und Biodiversität (PDF 40KB)

Wissenschaftler(innen) und Lehrer(innen) zusammen auf Expedition

Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

Das Internationale Polarjahr bietet eine einzigartige Möglichkeit, den Dialog der Wissenschaft mit der Öffentlichkeit und Bildungsinitativen zu intensivieren. Dies beinhaltet zum einen die Information einer breiten Öffentlichkeit durch die Medien, zum anderen den Wissenstransfer in die Schulen und Universitäten.

 

Zusammenstellung: Monika Huch nach Informationen von Dr. Franz Tessensohn

Download: Wissenstransfer in die Öffentlichkeit (PDF 124KB)

Deutsches Forschungscamp im Nordvictorialand

Der deutsche Beitrag zum Internationalen Polarjahr

Deutschland ist eines der führenden Länder in der internationalen Polarforschung mit einer Infrastruktur, die Stationen in der Arktis und Antarktis, einen Forschungseisbrecher, Polarflugzeuge und umfangreiche Technik umfasst.

 

Zusammenstellung: Monika Huch nach Informationen von Prof. Dr. Reinhard Dietrich

Download: Der deutsche Beitrag zum Internationalen Polarjahr (PDF 48KB)

Deutsche Station Kingua-Fjord im Cumberland-Golf

Zur Geschichte der Internationalen Polarjahre

Das 1. Internationale Polarjahr 1882-1883 fand ohne den Mann statt, der es auf den Weg gebracht hatte. Carl Weyprecht, der den Grundstein für die systematische moderne Erforschung der Polargebiete gelegt hatte, starb am 29. März 1881.

 

Zusammenstellung: Monika Huch nach Informationen von Dr. Cornelia Lüdecke

Download: Zur Geschichte der Internationalen Polarjahre (PDF 40KB)